
Lu bedeutet „Körper“, Jong „Schulung“. Wir schulen also unseren Körper und schenken ihm dadurch Gesundheit, was auch gleichzeitig eine positive Wirkung auf unseren Geist hat. Mit den Übungen des Lu Jong (Tibetischen Yoga) können wir Krankheiten wirksam bekämpfen. Sie helfen bei emotionaler Unausgeglichenheit und bei Problemen mit der Wirbelsäule. Darüberhinaus helfen sie, Sensibilität für den eigenen Körper und Geist zu entwickeln. Sie stärken die Fähigkeit, auf die Stimme des Körpers und des Geistes zu hören. So kann man lernen, körperliche und seelische Unausgeglichenheit selbst festzustellen und die Heilung zu unterstützen.
In unserem Körper gibt es auf subtiler Ebene ca. 72000 Meridiane (Kanäle), in denen Blut und Wind (als feinstoffliches Prinzip) fließen. Dieser Wind, die feinstoffliche Lebensenergie, ist der Träger der drei Säfte Wind, Galle und Schleim. Diese drei Säfte können als energetisches Prinzip verstanden werden, welches die fünf Elemente beinhaltet. Wenn nun in den Meridianen Blockaden und Störungen entstehen, können diese Säfte nicht mehr in einem ausgewogenen Verhältnis zu einander in den Kanälen fließen, und das Gleichgewicht der fünf Elemente in unserem Körper ist gestört. Es kommt zu Erkrankungen. Durch die richtige Bewegung jener Körperstellen, an denen sich die Hauptpunkte der Meridiane befinden, können wir die Kanäle weich und durchlässig halten. Mit Hilfe täglicher Übung werden sie ständig sensibilisiert und gestärkt. Blockaden und Störungen werden beseitigt, der Wind fließt wieder harmonisch in den Kanälen. Und wenn der Wind harmonisch fließt, befinden sich unser Körper und unser Geist in einer heilsamen, ausgeglichenen Einheit.
Die Lu Jong- Übungen sind leicht zu erlernen und haben eine tiefgründige Wirkung. Sie sind für jede Altersstufe geeignet.
Der Lehrer: Tilmann Reiss interessiert sich seit seiner Jugend für traditionelle asiatische Heilweisen und tibetischen Buddhismus. Zunächst fand er den Zugang zu altem Heilwissen, Körperübungen und Meditation über die damals noch spärliche Literatur. In den 90iger Jahren bekam er durch Reisen nach Indien und Nepal erstmals Kontakt zu traditionellen Lamas und Yogis. Stets wurde er in den Klöstern und Studienorten offen und freundlich aufgenommen und bekam sehr schnell Zugang zu den alten Lehren.
Die Lebendigkeit und hohe Wirksamkeit dieses kostbaren Wissens fasziniert und beeindruckt ihn bis heute immer wieder neu. Seit über zwanzig Jahren sammelt und bewahrt er Übertragungen von Lamas aus unterschiedlichen Linien und Traditionen. Inzwischen gibt er sein fundiertes und vielfältiges Wissen in Seminaren, Workshops und Ausbildungen weiter. Hierbei profitiert der examinierte Lehrer von seinem pädagogischen Hintergrund und seiner langjährigen Erfahrung in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Seine Kontakte zu vorwiegend yogischen Lamas ermöglichen es ihm, das große Spektrum des tibetischen Buddhismus einem ständig wachsenden Kreis von Praktizierenden und Dharma-Interessierten /Neulingen zur Verfügung zu stellen. Seine Vision ist es, die Vielfalt und Lebendigkeit des ursprünglichen tibetischen Buddhismus und seinen Heilmethoden im Westen stärker zu etablieren und einem interessierten und offenen Publikum zur Verfügung zu stellen. 2007 gründete er gemeinsam mit Freunden das Ngakpahaus in Mannheim und den Verein Ngakpa-Haus e.V., um das tibetischen Heilwissens zu bewahren und die Verbreitung und Anwendung dieser wertvollen Traditionen zu fördern.
Seine wichtigsten Lehrer: Von Tulku Lobsang, wurde er für die Ausbildung der Lu Jong/Yoga-Lehrer und die Ausbildung in tibetischer Massage Kum Nye autorisiert. Lama Zangmo, aus der Nyingma-Tradition, von ihr erhielt er die Anerkennung als Lama.
Tibetisches Yoga (Kurs)
20.04.2012 - 22.06.2012
Freitags von 17:15 bis 18:15 Uhr
Veranstaltungsort
Drachenstudio
Weiterstädter Weg 1
64347 Griesheim
Preise
| Kurs | 140.00 ¤ |